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Achimowitz. Ein
Mann sagt Ja zur Überstunde"


 

 

 

 

 

 

HÖRPROBE - 6:20 Minuten
"Unsere ergebnisorierte Meeting-Kultur" (S. 57 ff)
Audiodatei in MP3, mono, gute Qualität
Größe ca. 2,8 MByte

  Vorgelesen von Achim Schwarze

(WindowsMediaPlayer öffnet sich und spielt die File ab. Bei Problemen Audiodatei auf die Platte downloaden: Rechtsklick auf "Start")

LESEPROBE
(S. 57 ff)

Unsere ergebnisorientierte Meeting-Kultur

Das gesamte "Sonstiges"-Team war zu einem Meeting der Projektgruppe "Lean Quality Customizing" erschienen, an dem insgesamt zwölf Leute aus drei Abteilungen teilnahmen.
Nach drei Stunden faßte der Projektleiter Braunschmidt zusammen: "Wir haben heute sehr konstruktive Arbeit geleistet und uns damit der Lösung der anstehenden Herausforderungen einen wesentlichen Schritt genähert. Wir können stolz auf uns sein. Wir sind ein tolles Team."
Alle sahen sich an und nickten zustimmend.
"Zum Abschluß dieses erfolgreichen Tages sollten wir darüber reden, worin unser erster konkreter Arbeitsschritt bestehen könnte", meinte Braunschmidt.
"Wir könnten herausfinden", schlug ich vor, "worin die Aufgabe eigentlich besteht."
"Das ist eine sehr gute Anregung", sagte einer, den ich noch nicht kannte.
"Ja genau, so sollten wir anfangen", pflichtete mir ein anderer bei.
"Ich verstehe Ihre Begeisterung", sagte Braunschmidt zu meinen Fürsprechern und wandte sich dann mir zu: "Und es ist toll, wie offen und engagiert Sie sich einbringen. Dennoch: Wir sollten uns hüten, in voreiligen Aktionismus zu verfallen."
"Aber wäre es nicht recht nützlich zu wissen, worin unsere Aufgabe eigentlich besteht?" gab ich zu bedenken.
"Sie bringen es auf den Punkt. Gute Arbeit, Achimowitz. Auf den ersten Blick ist das eine verführerische Sichtweise. Das will ich gern konzedieren. Aber..."
Nun erklärte er uns geduldig die gefährlichen Verlockungen der Offensichtlichkeit. "Wenn es geregnet hat, ist der Rasen naß. Wenn der Rasen naß ist, muß es nicht geregnet haben."
Offen gab er zu, daß mein Vorschlag gut war - und gerade deswegen schlecht: "Nachdem man sich für etwas Gutes entschieden hat, verliert man den Blick für das Bessere. Wählen wir lieber gleich das Beste."
Guter Spruch! Nicht vergessen! Wem könnte ich den gleich morgen auftischen? Ich sagte diesen Satz immer wieder vor mich hin, bis ich endlich Zettel und Stift aus der Jacketttasche gekramt hatte.
Dann offenbarte uns Braunschmidt den Unterschied zwischen Schach und dem Wilden Westen: "Beim Schach gewinnt niemals der, der am schnellsten zieht."
Wir waren überzeugt. Auf die Rückseite eines ALDI-Bons kritzelte ich diese wunderschöne Wildwest-Weisheit und hoffte, zu einem späteren Zeitpunkt meine Schrift entziffern zu können..
"Was schlagen Sie als Alternative vor?" fragte ich.
"Treffen wir uns Donnerstag nächster Woche", meinte Braunschmidt, "bis dahin hat sich die Sache ein bißchen gesetzt. Jeder hätte Zeit, über Alternativen nachzudenken und zu einer ersten vorsichtigen Vorabbewertung unter Vorbehalt zu kommen."
"Wir sollten vielleicht noch ein paar Experten hinzuziehen", schlug eine Frau vor, die wohl Braunschmidts Assistentin war. Ihre Haare waren so kurz geschnitten und so rot gefärbt wie nach der heldinnenhaften Trennung von einem Mann, der sie jahrelang nicht verdient hatte.
"Experten", murmelten alle vor sich hin.
Experten! Prima Idee! Experten sind immer gut! Alle Gesichter hellten sich auf. Keine eigenen Fehlentscheidungen treffen müssen, sondern sich auf die Fehleinschätzungen der Berufenen rausreden können!
"An wie viele Experten dachten Sie?" fragte Braunschmidt.
"Zwei reichen für drei Stunden."
"Besorgen Sie drei, dann haben wir einen in Reserve."
"Bis nächste Woche Donnerstag!?" Die Getrennte mit den Henna-Haaren lachte trocken. "Als wenn wir die einzigen wären, die Experten zu Meetings einladen!"
"Experten sind in der Tat nicht leicht zu kriegen", sagte Braunschmidt. "Da haben Sie recht. Dann verschieben wir das nächste Meeting eben um eine Woche."
"Auf drei Wochen vor den Feiertagen!?"
"Entschuldigung, das hatte ich vergessen! Natürlich auf nach den Feiertagen."
"Da hängen doch alle ein paar Urlaubstage an", sagte einer.
"Ich bin zehn Tage in den Alpen", erklärte ein anderer.
Zu dieser Jahreszeit!? Sofort erkundigten sich seine Nachbarn tuschelnd nach Schneesicherheit und Geheimtips.
"Viele verreisen auch drei Wochen", gab die Rothaarige zu bedenken, "weil sie einen Urlaubsberg vor sich herschieben."
"Okay, sehen wir uns also wieder am Donnerstag, 15.30 Uhr, in genau zwei Monaten. Welches Datum wäre das dann?" fragte Braunschmidt.
"So lange im voraus kann ich nicht planen", meinte einer.
"Ich hab meine Termin nicht im Kopf", sagte ein anderer.
"Jeder könnte ja seine Vorschläge im Umlaufverfahren rumschicken, und dann kann jeder andere sagen, ob er auch könnte", sagte die Rothaarige.
"Sehr gute Idee." Braunschmidt dachte kurz nach. "Wer kümmert sich um die Terminkoordination?"
"Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Je nachdem, wer dann Zeit hat."
"Wann?"
"In der Frage sollten wir uns alle rechtzeitig zusammentelefonieren", erklärte die Rothaarige.
"Wunderbar! Eine Problemlösung wie aus dem Lehrbuch. Genau so machen wir's! Weitere Fragen? Nein? Ich danke Ihnen allen für ihre konstruktive Zusammenarbeit. Ich bin glücklich, ein so hervorragendes Projektteam leiten zu dürfen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Bis irgendwann, ich freue mich schon wahnsinnig auf ein Wiedersehen."

 

 

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Sie alle werden sich in diesem Buch wiederfinden - und herzlich lachen.

Zum Inhalt:

Sinnlose Aufgaben, faule Kollegen, inkompetente Chefs – der Optimist Achimowitz liebt seinen Bürojob in der Abteilung „Sonstiges“ trotz allem, denn unverbrüchlich glaubt er an die hochtrabenden Ideale aus der edlen Firmenbroschüre.

Achimowitz arbeitet gern für den Papierkorb – denn das erzeugt den höchsten Trainingseffekt. Mit Hingabe besucht er endlose Meetings – weil Kommunikation immer zu irgend was gut ist. Er glaubt an die Weisheit seiner Vorgesetzten – trotz gegenteiliger Aktenlage. Er sieht in allem das Gute – auch in seinen rotesten Zahlen.

Begleiten Sie unseren hochmotivierten Helden durch die chaotischen Büroflure der modernen Wirtschaft. Amüsieren Sie sich über sein gut gelauntes Ringen mit Klugschwätzern, Hochstaplern, Faulpelzen, Despoten und der Krise.

"Krise? Welche Krise?"

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